Wohnen mit Optionen
Im Fokus des Wohnbau-Entwerfens im Wintersemester 2023 stand die Gemeindebausiedlung in der Erzherzog-Karl-Straße im 22. Wiener Gemeindebezirk. Es handelt sich um Bauten aus den 1970er Jahren, die in vielen Aspekten nicht mehr den heutigen Wohnstandards, Familienkonstellationen und Lebensrealitäten entsprechen.



Nachdem meine Teampartnerin und ich Interviews mit den BewohnerInnen vor Ort führten und die Daten von Wiener Wohnen analysierten, setzten wir für uns Parameter, an welche wir uns bei unseren Interventionen orientierten. Besonders wichtig erschien uns eine barrierefreie Erschließung und ein diverserer Wohnungsmix.





Einen wichtigen Einblick in die Lebensrealitäten vieler WienerInnen gab uns die Studie “Labour@Home” von Daniele Karasz. Dort wurde uns vorallem die Überlastung einzelner Räumlichkeiten bewusst, in welchen gleichzeitig gewohnt, gearbeitet, gelernt, geputzt, geschlafen … wird. Wir versuchten darauf eine Antwort zu finden und entwickelten eine vorgesetzte Struktur, die gemeinschaftliche Entlastungsräume für verschiedene Nutzungen bieten soll.




Auch der Freiraum, der zur Zeit aus großteils ungenutztem Abstandsgrün besteht, soll künftig zugänglich gemacht werden. Es soll von kleinen Interventionen, wie Picknickstellen oder Spielplätzen, bis zur Schaffung von Quartierszentren reichen.



Die entwickelte Struktur soll auf das komplette Quartier anwendbar sein und flexibel auf verschiedene städtebauliche Gegebenheiten reagieren können. Des weiteren kann sie auch auf andere Siedlungen mit ähnlichen Bebauungsstrukturen weitergesponnen werden.


