Studio Hochbau

Unter dem Überthema “trespassing grounds” wurde sich im Wintersemester 2021 mit dem Wienfluss und den damit verbundenen Potentialen für die Stadt auseinandergesetzt. Meine Gruppe, bestehend aus drei Studierenden, beschäftigte sich genauer mit dem Gebiet rund um die U4 Station Pilgramgasse im fünften Wiener Gemeindebezirk.

Ziel des Projekts war es, einen Ort zu schaffen, dessen Architektur verbindet und jede soziale Schicht in der durchmischten Stadt Willkommen heißt. Ein Fokuspunkt ist auch Kindern Raum zu geben, damit sie die Stadt sicher und spielerisch entdecken können.

Ein Raumgerüst lässt Platz zum Schlafen, Spielen, Arbeiten, zum Verweilen und Coexisiteren entstehen. Im dichtbesiedelten Gebiet der Pilgramgasse bildet der Wienfluss gerade einen nicht nutzbaren Leerraum. Durch das Renaturieren des Flussbetts und das nach unter Führen der Struktur wird er erlebbar, ohne die Frischluftschneise der Stadt zu unterbrechen.

Die Struktur besteht aus einem kleinteiligem Holzgerüst, das Räume vorgibt, aber auch Möglichkeit zur Veränderung bietet. Es können flexible Raumelemente hinzugefügt und nach individuellen Bedürfnissen verändert werden.

Der großzügige Veranstaltungsraum für bis zu 500 Menschen wird, auch wenn kein Event stattfindet, als zentraler, öffentlicher Innenraum genutzt. Zusätzlich dazu gibt es jeweils abgetrennte Bereiche zum Arbeiten, Spielen oder auch temporären Wohnen.

Um die Erreichbarkeit zu verbessern und die Umgebung auch für die angrenzenden BewohnerInnen aufzuwerten, wird das Radwegenetz weiter ausgebaut. Ergänzend zur Renaturierung des Flussbetts wird eine Terrassenanlage erbaut, die die Zugänglichkeit erleichtern soll. Weiters werden durch eine Überplattung der U-Bahn Gleise die Parkflächen auf der Stadtebene vergrößert.