Studio Gebäudelehre

Im Sommersemester 2021 beschäftigte sich das Studio Gebäudelehre mit der Wiener Werkbundsiedlung. Aufgabe war es ein Museum zu planen, das über permanente und wechselnde Ausstellungen verfügt und gleichzeitig einen Mehrwert für die umgebende Nachbarschaft bietet.

Meine Teamkollegin und ich fokussierten uns zuerst auf den Bestand. Wir analysierten die bestehenden Gehwege am Roten Berg, gegenüber der Werkbundsiedlung, und platzierten dann an den Kreuzpunkten unsere Museumsstruktur. Diese besteht aus zwei Ebenen. Die Ausstellungsebene unter der Erde und einer offenen, kommunikativen Ebene an der Oberfläche.

Die Landschaft wird mit Hilfe von Blumenbeeten gestaltet und durch Tiefhöfe bekommt man immer wieder einen Einblick in das Archiv des Wissens. Hochpunkte werden mit einem Café, einer Werkstatt, einem Veranstaltungsraum und einem Ticketshop gesetzt.

Die untere Ebene dient zugleich als Ausstellung, wie auch als Archiv. Die BesucherInnen tauchen in die Ausstellung ab und begeben sich an einen entschleunigten Ort. Man vergisst die Zeit und die Aufmerksamkeit gilt allein den Exponaten.

Wichtig war uns dabei immer wieder der Bezug zwischen den beiden Ebenen. Man bekommt durch die Tiefhöhfe Einblicke und das Archiv wird erlebbar, stellt aus und verwahrt nicht bloß. Die Besucher selbst durchwandern den Nährboden des Wissens.